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Sprecherrat

 
     
 

Der Sprecherrat des Nardini Kinderheimes Hemau ist eine Arbeitsgruppe aus Kindern und Jugendlichen (gewählte Gruppensprecher) und Jugendsprechern (gewählte Mitarbeiter), die unseren Bewohnern eine demokratische Beteiligung* an allen ihren Belangen in der Einrichtung gewährleisten soll.

Die Aufgabe des Sprecherrates ist es, die Zusammenarbeit zwischen jungen Menschen und Mitarbeitern der Einrichtung zu fördern, Anregungen und Ideen einzubringen, Probleme und Konflikte aufzugreifen und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Sprecherrat vertritt die Interessen der Kinder/Jugendlichen gegenüber der Einrichtungsleitung. Er ist ebenfalls für Beschwerden zuständig (direkt an die Heimleitung oder über Briefkasten), sofern er mit diesem Anliegen von einem jungen Menschen oder aber auch einem Mitarbeiter beauftragt wurde.

Die Gruppensprecher werden in einer demokratischen Wahl bei einer Gruppenbesprechung der jeweiligen Wohngruppe durch Mehrheitsentscheid gewählt.  Stellvertreter wird automatisch derjenige mit den zweitmeisten Stimmen. Sollte ein Gruppensprecher sein Amt ablegen, so wird gruppenintern ein Nachfolger gewählt. Bei Gruppenwechsel eines Gruppensprechers kann der Jugendliche zusätzliches Mitglied im Sprecherrat bis zum Ende der Wahlperiode des Sprecherrates bleiben.

Wahl der Jugendsprecher
Die Jugendsprecher  werden in geheimer und unmittelbarer Wahl gewählt.
Wählbar sind alle pädagogischen Mitarbeiter, die sich dazu bereit erklären dieses Amt zu übernehmen. Nicht wählbar sind Mitglieder des Leitungsteams und Mitarbeiter des Hauses ohne pädagogische Ausbildung.
Die Amtszeit des Sprecherrates beträgt zwei Jahre.

Die Wahl leitet ein Wahlausschuss, der aus zwei Mitgliedern besteht. Diese Mitglieder werden vom amtierenden Sprecherrat benannt (ein pädagogischer Mitarbeiter, ein ehemaliger Bewohner).

Wahlberechtigt sind alle Kinder und Jugendliche der stationären Wohngruppen.

   
     
Jugendsprecher (Erzieher)   Sprecherrat

 *Beteiligung ist mehr
Partizipation wird im BVkE (Bundesverband katholischer Einrichtungen der Erziehungshilfe)  als ein Lernfeld zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen verstanden, die eine moderne Gesellschaft braucht. Dazu zählen soziale Kompetenzen, angemessene Interessenvertretung und konstruktive Konfliktlösungen. Partizipation stärkt die Persönlichkeit und entfaltet das Entwicklungspotenzial junger Menschen.
Sie führt somit zur Ausbildung von Ressourcen und Schutzfaktoren.
Zudem ist gelungene Beteiligung ein Instrument der Prävention, das unter anderem Gewalt verhindern kann. Neben diesem präventiven Effekt zeigen viele Praxisbeispiele nachhaltige Wirkungen bei der positiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an dessen Gestaltung bieten partizipatorische Strukturen und Prozesse beste Voraussetzungen.
(aus BVkE: Info 4, November 2011, BVkE: Positionen: Beteiligung in der Erziehungshilfe)

 

 

  Wichtiger Schritt zur Mitverantwortung
Mittelbayrische Zeitung vom 21.05.2011