Gründung der Einrichtung Das katholische Kinderheim Hemau - im Jahre 1900 als Waisenhaus und Erziehungsanstalt e.V. gegründet - ist eine gemeinnützige Einrichtung der Jugendhilfe mit langer Tradition. Um die Jahrhundertwende (1900) nahm der damalige Stadtpfarrer H.Herr Matthias Mühlbauer von Hemau seine Verantwortung für das elternlose Kind und den hilfsbedürftigen Menschen wahr. Von 1903 - 1905 wurde das jetzige Kinderheim als Waisenhaus erbaut. Für die Leitung und Erziehungsarbeit erbat sich der Gründer Schwestern der Armen Franziskanerinnen von Mallersdorf. Die Schwestern wollen dem Gründungsauftrag ihres Stifters Dr. Paul Josef Nardini treu bleiben, den Armen die Frohbotschaft zu verkünden aus der Kraft eines in Liebe tätigen und in Liebe sich hinopfernden Glaubens, gemäß ihres Wahlspruchs CARITAS CHRISTI URGET NOS (Die Liebe Christi drängt uns) Die Basis der Erziehung beruht auf dem christlichen Welt- und Persönlichkeitsbild. Kinder-und Jugendhilfe in der Gegenwart Im Laufe der Jahrzehnte hat sich das Kinderheim zu einer zeitgemäßen Jugendhilfeeinrichtung entwickelt. Das Leistungsspektrum der Einrichtung soll am gesellschaftlichen Bedarf orientiert und den sozialpädagogischen Anforderungen des Einzugsgebietes entsprechend weiterentwickelt werden. Anliegen ist dabei immer, dem jungen Menschen eine lebenswerte Gegenwart und eine tragfähige Sicht seiner Zukunft zu ermöglichen. Die Vermittlung des Glaubens an einen menschenfreundlichen Gott gehört zu den wichtigen Aufgaben in einer kirchlichen Einrichtung. Weltliche Mitarbeiter und Dienstgeber bilden mit den Schwestern eine Dienstgemeinschaft. Sie soll geprägt sein durch gegenseitige Wertschätzung Mitarbeiter untereinander, gegenüber den Eltern, im Umgang mit Behinderten, Gerechtigkeit im Umgang mit anderen, alle Menschen sind gleich wertvoll, Kinder und Jugendliche in ihren Eigenarten anerkennen und anzunehmen; Achtung, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft Wir brauchen Menschen, die nicht nur fachlich qualifiziert, sondern auch glaubwürdig Übereinstimmung von Worten und Handlungen, Vorbildfunktion für Eltern und Kinder, Voraussetzung im kollegialen Umgang, Festlegung und Überprüfung konkreter Zielsetzungen, Auseinandersetzung mit Vorgaben und offen sind, Bereitschaft zum Gespräch, im Team und Kollegenkreis, gegenüber verschiedenen Lebensplänen engagiert In der alltäglichen Arbeit, für die anvertrauten Kinder und Jugendlichen, für die Einrichtung, nicht nur zur Arbeit gehen, eigene Bedürfnisse nicht außer Acht lassen, Anerkennung des Engagements und verantwortungsvoll, verantwortbarer Raum für Wachstum und Entwicklung, Verantwortung für alle, Verantwortung und Interesse für die Belange der Kinder, Jugendlichen, Mitarbeiter und der Einrichtung, Aufsichtspflicht und Pädagogik kommunikativ und einfühlsam, Rücksichtnahme, sich in die Lage des anderen versetzen können, angemessenes Handeln, Einfühlung in alltägliche Bedürfnisse der Schutzbefohlenen motiviert und motivierend, interessiert an Fragen des Lebens und des Glaubens. Gebete im Alltag, religiöse Themen und Feste im Jahreskreis, Werte für Gemeinschaft, Auseinandersetzung mit dem Leben außerhalb der Einrichtung, Reflexion und Akzeptanz anderer Ansichten, lebenspraktische Erziehung, Umgang mit Sexualität, eigene Einstellung zum Leben und Glauben Es ist wesentlich, dass es uns gelingt, den jungen Menschen in seiner individuellen, unverwechselbaren Geschichte anzunehmen; dem jungen Menschen verlässlicher Partner zu werden; den jungen Menschen in seinen Fähigkeiten und Anlagen zu stärken; ihm zu helfen, mit seinen Begrenzungen umgehen zu lernen; Gelegenheiten zu schaffen, in denen Sinn erfahren werden kann. Woher komme ich? Was wird aus mir? Bin ich überhaupt etwas wert, liebenswert? |